Abfallwirtschaft

Im Bereich der sanitären Infrastruktur nimmt die ordnungsgemäße und umweltfreundliche Abfallsammlung und -entsorgung oftmals den letzten Rang auf der Prioritätenskala kommunaler und nationaler Entscheidungsträger ein. Grund hierfür sind die scheinbar geringen Nachteile der Abfallentsorgung auf wilden Müllkippen außerhalb besiedelter Gebiete sowie die verhältnismäßig hohen Kosten einer geregelten Entsorgung. Mit dem Bau sanitärer Abfalldeponien wird häufig nur dann begonnen, wenn günstige externe Mittel für diesen Zweck bereitgestellt werden - z.B. im Rahmen der EU-Heranführungshilfe bei EU-Beitrittskandidaten (IPA-Mittel), oder wenn öffentlicher Druck bedingt durch gestiegenes Umweltbewußtsein die Bereitsstellung nationaler Mittel für den Bau unausweichlich macht.

Bei Bereitstellung externer Mittel für die Realisierung von Abfallwirtschaftsprojekten werden die jeweiligen Projektträger in der Regel zur Erhebung kostendeckender Gebühren gemäß dem Verursacherprinzip verpflichtet, sofern dies nicht bereits der Fall ist. Da vielerorts noch überhaupt keine spezifischen Abfallentsorgungsgebühren erhoben werden, stellt diese Bedingung die zuständigen Organisationen vor erhebliche Herausforderungen. Zusätzlich zu den Mitteln für die investiven Maßnahmen nebst zugehörigen Beratungs- und Planungsleistung müssen deshalb auch Mittel für die Finanzierung von Maßnahmen zur Stärkung der Kapazität und Handlungsfähigkeit der Projektträger vorgesehen werden.

 

cogito pdm ist seit mehreren Jahren mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen im Bereich der Abfallwirtschaft beratend tätig. Einige Themen zu denen wir in diesem Zusammenhang spezielle Kenntnisse vorweisen können sind:

  • Ermittlung der idealen Mischung von Zuschussmitteln (z.B. der EU) und Kreditmitteln internationaler und nationaler Finanzierungsorganisationen zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf den cash-flow des Projekts
  • Gründung und Aufbau von Abfallwirtschaftszweckverbänden (Satzungen, Geschäftspläne, Personalausstattung, Organisation der Entsorgungsleistungen, kostendeckende Gebühren unter Beachtung des Verursacherprinzips und von Zumutbarkeitskriterien)
  • Ansätze zur Aufgabenteilung zwischen Zweckverbänden und ihren Mitgliedern hinsichtlich Abfallsammlung, Transport und Entsorgung
  • Stufenweise Einführung von Abfalltrennsystemen auf Haushaltsebene einschließlich Organisation und Durchführung entsprechender Aufklärungskampagnen
  • Soziale Auswirkungen der Einführung von Abfalltrennsystemen und Vorschläge zur Vermeidung dieser (Integration von Abfallsammlern des informellen Sektors in den formellen Sektor)